Tschüss Bus…

Marie | 29. September 2009

Mittlerweile sind die beiden Busse wieder in Berlin angekommen und alle Buvo-Mitglieder auf dem Weg nach Hause bzw. schon dort angekommen – nach drei Wochen endlich mal wieder im eigenen Bett schlafen!

Auch wenn das Wahlergebnis alles andere als ein Grund zur Freude ist, so können wir wohl mit Recht sagen: An uns lag es nicht! Wir haben drei Wochen lang eine tolle Tour erlebt, die sowohl bei euch als auch bei den Menschen in den 64 angefahrenen Städten gut ankam. Wir haben mit unseren Themen einen eigenen Schwerpunkt gesetzt und das Thema Bildung noch einmal ein bisschen in den Vordergrund gerückt.

Wir bedanken uns noch einmal ausdrücklich bei allen beteiligten Juso-Hochschulgruppen, Jusos und SPD-Gliederungen vor Ort, die diese Tour erst möglich gemacht haben und mit vielen kreativen Aktionen, Ideen und Unterstützung zu ihrem guten Gelingen beigetragen haben! Außerdem ein riesiges Dankeschön an unser Bundesbüro für die Organisation!

Und zu guter letzt: Tschüss Bus!

IMG_3993

Neverending Story

Jan | 27. September 2009

Auch der zweite Bus ist auf dem Weg nach Berlin und bis jetzt von größeren Stop-and-Go-Phasen verschont geblieben. Die Tatsache, dass wir dennoch hinter dem ersten Bus zurückhängen und noch etwa 150 km bis Berlin vor uns haben, ist unserer Schlussmobilisierung auf diversen Rastplätzen und Tankstellen geschuldet. :)

Wahlkampf dauert noch bis 18:00!! Also allen bescheid sagen, dass sie wählen gehen sollen!

Auf dem Weg nach Berlin – Wählen gehen!!

Erkan | 27. September 2009

CIMG1573

Nach dem gemeinsamen Abschluss in Frankfurt geht es heute zurück nach Berlin. Wir sind dabei besonders gut durchgekommen und waren vollständig von Stau und dergleichen verschont. Eigentlich ein wunderbares Wahlwetter mit Sonnenschein. Bei Spiegel Online wird aber im Moment eine niedrige Wahlbeteiligung vorhergesagt. Was ist da los? Die Entscheidung am heutigen Sonntag wird das Leben von Studierenden wie RentnerInnen, SchülerInnen wie ArbeitsnehmerInnen, Selbstständigen wie abhängig beschäftigten maßgeblich beeinflussen! Also Leute, wer es noch nicht geschafft hat, aus dem Bett zu kommen: Auf zum Wahllokal! Schwarz-Gelb darf keine Mehrheit bekommen.

Schlussspurt im Wahlkampf

Jan | 27. September 2009

Nach überschwänglicher, ja man möchte schon sagen liebevoller Wiedervereinigung beider Busse in Frankfurt, die nur von einem Wahlkampffeuerwehrfahrzeug der SPD Frankfurt (kein Scherz!) zeitweise behindert wurde, konnte auf der Zeil der Endspurt im Wahlkampf beginnen. Auf DER Einkaufsstraße in Frankfurt liefen den doch zunehmend erschöpften WahlkämpferInnen die Menschen quasi in die Arme.

Unterstützung beim Flyer und rote Nelken verteilen gab’s sowohl von der Bundesministerin Heidemarie Wiczorek-Zeul und dem Hessischen Landesvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel, der uns bereits in Gießen traf, als auch von den beiden Direktkandidaten.

Gruppenfoto in Frankfurt

Gruppenfoto in Frankfurt

Nach dem Stand auf der Zeil und einer kleinen Stärkung teilten sich die Wege der beiden Busse abermals. In zwei Stadtteile ging es zum Postkarten stecken und Wahlerinnerungen per Post-its zu kleben. Wenn man dabei wie Kerstin und ich 10-Geschosser abbekommt, fällt die Tour relativ kurz aus und trotzdem sind paketweise Postkarten weg. Allerdings werde ich mir für eine weitere solche Aktion Oropax mitnehmen. Ich hatte abends immer noch das Geräusch von Briefkastenklappen im Ohr.

Die Sonne war inzwischen schon untergegangen aber das hielt uns nicht ab, auch das Letzte an Kräften zu mobilisieren. Zusammen mit vielen Frankfurter Jusos und Schwusos und den Direktkandidaten bauten wir einen Nachtinfostand auf dem Klaus-Mann-Platz auf. Während ein Teil der großen Gruppe dort NachschwärmerInnen mit den drei Ks – Kulis, Kaffee und Kondome (wobei die Reinfolge der Benutzung jedem selbst überlassen bleibt) – ausstattete, machten sich zwei Gruppen auf den Weg in die Kneipen Frankfurts.

Nach drei Wochen anstrengendem Wahlkampf und non-stop-Tour waren alle froh, in ihre Betten zu kommen und freuen sich morgen nur noch heil nach Berlin kommen zu müssen.Wenn es euch wundert, dass es von Frankfurt so wenig Bilder gibt, dann liegt das vor allem daran, dass alle mit dem Schlussspurt beschäftigt waren und niemand mehr an Fotos gedacht hat. :-)

Wir haben viele Menschen erreicht, viele zum Nachdenken gebracht und hoffentlich auch viele überzeugt, SPD zu wählen. Wir haben in nur 3 Wochen über 60 Städte besucht und eine Menge HochschulgrüpplerInnen kennen gelernt, die sich eher vor Ort als im Bundesverband engagieren. Wir haben viel Unterstützung bei den Aktionen bekommen und eine Menge Gastfreundschaft erfahren. Wir haben eine anstrengende aber super erfolgreiche Tour hinter uns gebracht, die ohne euch nicht möglich gewesen wäre.

Dafür ist es jetzt an der Zeit Danke zu sagen – im Namen des gesamten BuVos. Wir fiebern nun dem Ergebnis genaso wie ihr entgegen und hoffen, dass sich die Arbeit gelohnt hat.

In diesem Sinne: Glück auf! :-)

Einmal werden wir noch wach…

Jan | 26. September 2009

Die vorletzte Station der Reiche-Eltern-für-Alle-Tour führte uns ins wunderschöne Mainz. Zwischen verwinkelten Gassen und historischen Bauten empfing uns bereits der Stand der SPD und die GenossInnen der HSG Mainz.

Offenbar sind die Mainzer besonders ordnungsliebend und lassen sich auch an freien Tagen nicht vom Arbeiten abhalten. Anders lässt sich jedenfalls nicht erklären, dass, noch bevor wir unseren Stand richtig aufgebaut hatten, sich bereits eine Ordnungsamtsmitarbeiterin in Zivil zu uns gesellte. Forderung ihrerseits: weiterer Bus und Stand sind nicht in der Genehmigung eingeschlossen. Nach kurzer liebevoller Diskussion einigten wir uns auf den Kompromiss, dass wir den Bus wegfahren, dafür aber den Stand stehen lassen können.

Die Clown hatten Spaß an unserem Themenzebrastreifen

Die Clown hatten Spaß an unserem Themenzebrastreifen

Die Schlussmobilisierung war in Mainz jedoch schwierig. Die Kolonnen von Touristen erschwerten die Zielgenauigkeit und die Urlaubsstimmung führte nicht wirklich zur Bereitschaft sich mit Bildungspolitik auseinanderzusetzen. Zudem hörten wir vielfach den Satz: “Bin schon entschieden”. Doch der letzte Einsatz unseres Themenzebrastreifens führte zumindest zum ein oder anderen Gespräch und der Entscheidung am Sonntag doch SPD zu wählen.

Nach unserer letzten Morgenaktion gehts nun zum Treffen mit dem anderen Bus nach Frankfurt und zum Schlussspurt in diesem Wahlkampf…

Zeugenaussagen in Darmstadt

Erkan | 26. September 2009

Nach unglaublichen Stau- und Baustellentorturen sind wir in Darmstadt angekommen und sogleich auf den Luisenplatz. Der Luisenplatz ist dabei einer der Hauptumsteigepunkte Darmstadts und liegt mitten im Zentrum der Einkaufs- und Innenstadt, bei dem viele DarmstädterInnen sich zu treffen und aufzuhalten scheinen. Mit zahlreichen GenossInnen haben wir uns gleich daran gemacht, “Reiche Eltern für alle” zu bewerben und auf die Bundestagswahl am Sonntag aufmerksam zu machen. Anschließend ging es abends auf die “Herbstmess”, bei der wir neben “Break Dancer”, Riesenkarussel ausprobieren auch Aufkleber verklebt und Flyer verteilt haben. Hinzu kam das 3Takt für den gemütlichen Ausklang des Abends.

Am nächsten Tag ging es dann auf dem Friedensplatz untergebracht, während die Darmstädter SPD direkt gegenüber einen großen Stand mit Blasmusikband und Brigitte Zypries aufbot. Brigitte kam auch später zu uns und unterstütze auch uns auf dem leider doch etwas schlechter besuchten Platz. Da gerade in Darmstadt die Ausbildungsmesse stattfand, wollten wir auch dort zur Bewerbung aufschlagen, als wir auf dem Weg beim Einparken Zeugen eines Unfalls wurden. Eine Frau mittleren Alters fuhr mit ihrem Auto im Tempo 30 Bereich in eine kleine Kreuzung ohne abzubremsen und wurde daraufhin von einem anderen Wag von der Seite erfasst. Natürlich haben wir gleich geholfen, den Unfallbeteiligten Rat gegeben und nachher der Polizei berichtet. Zum Glück ist außer Blechschaden nichts passiert, unsere Pflicht haben wir getan. Soviel Zeit muss auch bei einer Bustour sein.

Mannheim – wirklich kein Spaziergang

Erkan | 26. September 2009

So kann’s gehen. Man fährt bei schönstem Wetter in eine bekanntermaßen rote Stadt und erwartet einen eher ruhigen Tag der Wahlkampf-Bustour. Und auf der ersten Station am Paradeplatz entspricht dann ja auch alles unseren Erwartungen. Viel Zuspruch für unsere Positionen und unsere Partei, einige hitzige Diskussionen mit Mannemern vom tiefroten Politikrand und viele Schüler und Schülerinnen, die unsere Materialien nicht nur, aber hauptsächlich „schick“ fanden. Und das alles bei strahlendem Sonnenschein. Also, weiter zur Uni im Schloss mit der festen Überzeugung, dass uns da der Stand und Bus vor Jubel-Studenten und -studentinnen förmlich überrannt wird. Aber: NIX DA. Im feudalen Schloss ging es wirtschaftsliberaler zur Sache als wir erwartet hatten. Kein einfaches Feld. Viele -leider meist- fruchtlose Diskussionen mit Lederslipper-ohne –Socken-tragenden BWL-Studenten (hier wirklich nur männlichen Geschlechts) ließen uns fast am roten Ruf der Quadratstadt zweifeln. Hätten uns nicht die Jusos vor Ort immer wieder erinnert, dass die Menschen, die wir gerade erleben, nicht repräsentativ für die Stadt sind. Und ab und zu haben wir dafür umso stärkeren Zuspruch für unsere Positionen bekommen und zum Abschluss haben wir noch alle Fahrradsättel mit unseren „Studiengebühren-sind-für’n-Arsch“-Hauben ausgerüstet. Die armen Drahtesel können ja nichts für die Ärsche, die es sich auf ihnen bequem machen.

Budenzauber in Kaiserslautern

Jan | 26. September 2009

Nach unserer einzigen Station im Saarland ging es auch schon wieder zurück nach Kaiserslautern. Leider versperrte uns am Ankunftsort ein CDU Pavillon den Weg, sodass wir durch einige Seitengassen mehr zum Standort fahren mussten – die Alternative wäre gewesen, den CDU-Stand umzufahren… :-)

Eine völlig neuartige Möglichkeit Infostände durchzuführen, wurde uns vor Ort demonstriert. In Hütten, die sich alternativ auch zum Glühweinausschank auf dem Weinachtsmarkt nutzen lassen, lagerte Material der SPD K’lautern und die heruntergeklappten Fensterläden boten Platz zum Auslegen der Flyer.

Infohütten in K'lautern

Infohütten in K'lautern

Genauso offen wie die Infohütten war das Publikum in K’lautern. Vielleicht hat auch eine Filliale einer großen amerikanischen Fast-Food-Kette dafür gesorgt, dass wir insbesondere an junge Menschen verteilen konnten. Unterstützung bekamen wir von dem Direktkandidaten Gustav Herzog.

Heute schon an Morgen denken - Auch aus ihm wurd mal ein Erstwähler

Heute schon an Morgen denken - Auch aus ihm wird mal ein Erstwähler

Manche konnten es gar nicht erwarten, Blattrot zu lesen

Manche konnten es gar nicht erwarten, Blattrot zu lesen

Am Abend stand einmal mehr Kneipenwahlkampf auf dem Programm. Mit Kondomen, Kaffee, Faltposter und Kreidespray bewaffnet warben wir auch bis zum späten Abend in der Innenstadt. Parallel zum Verteilen in den Kneipen wurde mittels Schablone und Kreidespray das Pflaster mit Erinnerungen für den Wahlsonntag versehen.

Insgesamt machte sich zum Ende der drei Wochen ein bisschen Wehmut breit, dass es nun so langsam auf die letzten Stunden dieses Wahlkampfes hinläuft. Trotz der Anstrengung waren wir doch gern unterwegs. Letztlich haben wir aber das Gefühl mit Cocktails ertränkt.

Wir stehen früher auf – manchmal auch zu früh

Jan | 25. September 2009

Ja, wir haben uns auch in den südwestlichsten Teil der Republik vorgewagt – ins Saarland, genauer gesagt nach Saarbrücken. Da die Universität sehr restriktiv im Umgang mit Wahlwerbung vor Bundestags- und Landtagswahlen ist, blieb uns nichts anderes übrig, als auf die Innenstadt auszuweichen. Auch diesmal erwies sich die Anfahrt zum zugeteilten Standort als schwierigster Abschnitt der Anfahrt. Marie musste sich durch zahlreiche LKW und mobile Markstände kämpfen und zeitweilig erinnerte das Rangieren an bekannte Knobelspiele.

Zugeparkt in Saarbrücken

Zugeparkt in Saarbrücken

Zwar waren wir schon kurz nach 9.00 vor Ort, doch Saarbrücken scheint deutlich später zu erwachen. Jedenfalls bleib genügend Zeit für einen zweiten Kaffee am morgen und die eine oder andere Zigarette. Aufgebaut wurde Stand und Themenzebrastreifen, der wiederum einige Blicke auf uns lenkte und Interesse weckte. Trotz erst kurz zurückliegendem Landtagswahlkampf unterstützte die Hochschulgruppe vor Ort tatkräftig. Mit geballter personeller Kraft ließen sich einige PassantInnen an den Stand locken und von unseren Argumenten überzeugen. Entgegen erster Annahmen trafen wir weniger Oskar-Sympatisanten als erwartet. Die wenigen, die es dennoch gab, standen der SPD sehr aufgeschlossen gegenüber und hatten ähnlich wie wir den Wunsch, dass es in Zukunft auch auf Bundesebene möglich werden müsse ein Rot-Rot-Grünes Bündnis einzugehen.

Die Mitglieder der HSG in Aktion

Die Mitglieder der HSG in Aktion

So langsam leert sich der Bus auch wieder und das zeigt, wie gut unsere Materialen bei den Menschen ankommen. Den Gedanken, die entstandenen Freiräume mit französischem Sekt aufzufüllen, haben wir jedoch wieder verworfen – in Interesse des Tourplans und unserer eigenen Gesundheit. :-)

Die älteste Partei in der ältesten Stadt

Jan | 25. September 2009

Nur damit keine Missverständnisse aufkommen: In diesem Falle ist das Alter der Stadt gemeint und nicht das Durchschnittsalter ihrer BewohnerInnen – das war nämlich erfreulich gering, was unserem Stand sehr entgegen kam. Bei sonnigem Einkaufswetter waren viele SchülerInnen und Studierende unterwegs. Somit fiel es uns relativ leicht, für die alte Dame SPD und die Kundgebung mit Frank-Walter Steinmeier zu werben.

Unser Stand in der Innenstadt traf auf großes Interesse und viele PassantInnen erkundigten sich bei uns nach der geplanten Veranstaltung mit dem Kanzlerkandidaten. Auch viele von denen, die unser Material mitnahmen, sahen wir anschließend vor der Porta Nigra. Unterstützung beim Verteilen bekamen wir diesmal von ganz unerwarteter Seite. Im Gegenzug für Buttons und Aufkleber beteiligte sich eine Gruppe 10 bis 14 Jahre alter SchülerInnen spontan an unserem Wahlkampf. Mit Materialpaketen von uns ausgestattet, zogen sie durch die Straßen und verteilten Blattrot und Faltposter an PassantInnen.

Standaufbau in Trier

Standaufbau in Trier

 

Die Veranstaltung von Frank-Walter war hervorragend besucht – natürlich vor allem auf Grund unseres Einsatzes :-) – und die Besucher bekamen einen sehr gut aufgelegten Kanzlerkandidaten zu sehen und hören, der noch mal auf den Wahlkampfendspurt einstimmte.

Auf dem Platz vor der Porta Nigra drängen sich die Menschen, um FWS mal live zu erleben

Auf dem Platz vor der Porta Nigra drängen sich die Menschen, um FWS mal live zu erleben